Saaleradweg

“An der Saale hellem Strande stehen Burgen stolz und kühn…”
An den Ufern der Saale verläuft mit einer Länge von 403 km einer der interessantesten Radwege Deutschlands. Er besteht aus zumeist asphaltierten oder wassergebundenen Wegen und bietet an seiner Wegstrecke eine der schönsten und vielseitigsten Burgen- und Flusslandschaften – Abwechslung hinter jeder Kurve garantiert.

Der Saaleradweg startet am Großen Waidstein im wilden bayerischen Fichtelgebirge. Hier ist die Strecke sportlich besonders anspruchsvoll. Auf seinem Weg fließt der Fluss durch schattige Wälder, enge Schluchten und vorbei an malerischen Stauseen. Bei Saalfeld (Thüringen) verlässt der Radweg den Höhenzug und eignet sich ab dieser Etappe besonders für Familien. Der Saaleradweg führt durch das mittlere Saaletal, vorbei an reizvollen Orten wie Rudolstadt und aufregenden Tropfsteinhöhlen bis zur Universitätsstadt Jena, um dann südlich von Bad Kösen, an den Dornburger Schlössern vorbei, das Saale-Unstrut-Gebiet zu erreichen.

Dass im Weinanbaugebiet rund um die mittelalterliche Stadt Naumburg vorzügliche Tropfen gekeltert werden, hat sich inzwischen bei Kennern bis an Rhein und Mosel herumgesprochen. Auf dem Streckenabschnitt von Naumburg nach Halle windet sich die Saale durch ein immer breiteres flaches Tal. Auch hier werden Talhänge von mancher alten Festung wie in Wettin oder Bernburg gekrönt. Die letzte Etappe klingt mit einer geruhsamen Fahrt durch Wiesen und Auen beim Städtchen Barby aus, wo die Saale schließlich in die Elbe mündet.

Besonderheiten auf dem Saaleradweg

Der gut ausgeschilderte Radweg ist in seinem Oberlauf durch viele Anstiege gekennzeichnet. Die Etappe Münchberg bis Saalfeld ist, vor allem im Bereich der Saaletalsperren, eine eher sportlich herausfordernde Strecke. Von Saalfeld bis zur Elbmündung wird der Wegeverlauf flacher, ist von Hügeln, Wäldern und Weinbergen gesäumt und eignet sich besonders für Familien.

Teilweise verläuft der Radweg hügelig mit einigen starken Steigungen. Größtenteils sind die Wege asphaltiert oder wassergebunden und meist autofrei, einige Abschnitte verlaufen auf verkehrsreichen Straßen. Da der Radweg teilweise sehr naturnah ist, ist ein gutes Trekking-Rad mit dicker Bereifung zu empfehlen.

Tourentipp: Radtour von Weimar nach Naumburg

Auf dem Ilmtal-Radweg und Saale-Radwanderweg (ca. 50 km)

Die Tour startet in Weimar. Nach einem Stadtrundgang in Weimar führt die Strecke über Tiefurt (Schloss) – Kromsdorf (Schloss) – Oßmanstedt (Wielandgut) – Apolda (Kunsthaus, Olle DDR, Glockenmuseum) – Zottelstedt – Wickerstedt – Eberstedt (begehbare Sonnenuhr, Radfahrerkirche, Laufbrunnen) – Bad Sulza (Thüringer Weintor, Toskana Therme, Saline) – Großheringen (Mündung der Ilm in die Saale). In Kleinheringen auf den Saale-Radwanderweg wechseln und der Beschilderung bis nach Naumburg folgen.

Streckenbeschaffenheit: größtenteils asphaltiert- mittelschwer

Besonderheiten: Landschaftlich reizvoll, Flusstäler, Weinanbau, Burgen und Schlösser, Parklandschaft um Weimar

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