Schloss und Park Ettersburg

Schloss und Park Ettersburg, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Klassisches Weimar“, befinden sich auf dem 474 m hohen Ettersberg, einem lang gestreckten Höhenzug nördlich von Weimar, in dessen Wäldern selbst Napoleon gern zur Jagd ging.
Herzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar ließ das Schloss von 1706-1712 als schlichtes Barock-Gebäude auf den Resten eines 1525 zerstörten Augustinerklosters errichten. Johann Sebastian Bach spielte im Festsaal des Alten Schlosses. Später wurde das extravagante Neue Schloss hinzugefügt. Von 1776 bis 1780 war das Anwesen Sommersitz der Herzogin Anna Amalia, Mutter von Herzog Carl August. Schloss Ettersburg wurde von Baumeister Johann Mützel, der auch das Goethe-Wohnhaus erbaute, errichtet. Die Dorfkirche, ehemals der Chor der Klosterkirche, wurde dabei zum Bestandteil des Ostflügels.

Als herausragender Schauplatz des geistig-kulturellen Lebens des Weimarer Hofes der klassischen Zeit fanden hier Auftritte des Weimarer Liebhabertheaters statt. Persönlichkeiten wie Goethe, Wieland, Liszt oder Herder gingen hier ein und aus. In der Ruhe von Ettersburg vollendete Schiller 1800 sein Werk “Maria Stuart”. 1844 wurde der Schlosspark unter Anleitung des Fürsten Pückler-Muskau als Landschaftspark mit Übergängen in den Wald angelegt. Die einzigartige Kulisse des Pücklerschlages entstand am Hang des Ettersberges. Auf dem Schloss war im 19. Jahrhundert die intellektuelle Elite Europas Gast des Großherzogs Carl Alexander.

Später dienen die Schlossgebäude als Schulinternat und Altenheim, wurden 2006-2008 umfassend saniert. Heute ist das Tagungshotel Schloss Ettersburg ein Ort der Bildung, Kultur und Wissenschaft. Eine „Zeitschneise“ ermöglicht den Fußmarsch über den Berg zur nahen Gedenkstätte Buchenwald.

Gut zu Wissen

Öffnungszeiten:

Schloss für Publikumsverkehr nicht ständig geöffnet
Park ganzjährig frei zugänglich

Kosten /Buchungsoptionen:

k.A.
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