5. Mai 2026 | - Up To Date, Allgemein

KEITH HARING – POSTERS

Die neue Ausstellung im Kunsthaus Apolda Avantgarde

 

©Keith Haring Foundation

Vom 17. Mai bis 23. August 2026 präsentiert das Kunsthaus Apolda Avantgarde die Ausstellung „KEITH HARING – Posters“, die rund 80 originale Künstlerplakate des US-amerikanischen Pop-Art-Ikons zeigt. Die Schau beleuchtet Harings unverwechselbare Bildsprache – schwarze Strichfiguren, tanzende Menschen, bellende Hunde und das ikonische „Radiant Baby“ – und macht sichtbar, wie der Künstler das Medium Poster als demokratische Kunstform nutzte.

Haring verstand Plakate nicht nur als Werbeträger, sondern als Werkzeuge gesellschaftlicher Kommunikation. Viele der gezeigten Arbeiten thematisieren Menschenrechte, Gleichberechtigung, Diversität, Umweltschutz und die Aufklärung über HIV/Aids. Andere kündigen Theater- und Musikveranstaltungen an oder entstanden in Zusammenarbeit mit sozialen Projekten für Kinder.

Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie Haring seine Popularität nutzte, um Kunst und Aktivismus zu verbinden. Seine klare Linienführung, die Energie seiner Figuren und die unmittelbare Verständlichkeit seiner Motive machen die Poster bis heute zu kraftvollen visuellen Statements. Das Kunsthaus Apolda setzt damit seine Reihe hochkarätiger internationaler Ausstellungen fort und bietet einen lebendigen Zugang zu einem der prägendsten Künstler der 1980er Jahre.

BRDDR Open 24 Hours! ©Keith Haring Foundation

Keith Haring (1958–1990) wurde am 4. Mai 1958 in Reading, Pennsylvania, geboren und wuchs in Kutztown auf. Schon früh entwickelte er ein starkes Interesse an Zeichnungen und Comics. Nach einem kurzen Grafikstudium in Pittsburgh zog er 1978 nach New York, wo er an der School of Visual Arts studierte und tief in die pulsierende Street- und Graffitikultur der Stadt eintauchte.

Seinen Durchbruch erlebte Haring ab 1980 mit den berühmten „Subway Drawings“: schnell ausgeführte Kreidezeichnungen auf ungenutzten Werbeflächen in der New Yorker U-Bahn. Diese einfachen, aber kraftvollen Linienfiguren machten ihn rasch zu einem der sichtbarsten Künstler der Stadt. Seine Bildsprache – Strichmännchen, Babys, Hunde, energetische Bewegungs- und Strahlenlinien – wurde zu einem global wiedererkennbaren Markenzeichen.

Haring arbeitete in Galerien, schuf großformatige Wandbilder, engagierte sich in sozialen Projekten und eröffnete 1986 den „Pop Shop“, in dem er erschwingliche Kunstartikel verkaufte, um Kunst für alle zugänglich zu machen. Sein Werk war stets politisch: Er setzte sich für Gleichberechtigung, Antirassismus, Frieden, Kinderrechte und später besonders für HIV/Aids-Aufklärung ein.

1989 gründete er die Keith Haring Foundation, die bis heute Bildungs- und Gesundheitsprojekte unterstützt. Keith Haring starb am 16. Februar 1990 in New York an den Folgen einer Aids-Erkrankung. Trotz seines frühen Todes hinterließ er ein Werk, das weltweit präsent ist und Generationen von Künstlerinnen und Künstlern beeinflusst.

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